Nicht am Abend des 24. Dezembers werden in Spanien die Weihnachtsgeschenke verteilt und schon gar nicht von Papa Noel, wie der Weihnachtsmann hier heißt, nein Geschenke gibt es erst zu den Heiligen drei Königen am 6. Januar. Teilweise am Vorabend, mancherorts erst am Königstag selbst.
Cleverer Einwandererkinder haben ihre Eltern aber längst schon so weit, um zwei Mal Geschenke zu bekommen. Noch clevere Eltern versuchen dann die Geschenke aufzuteilen. Ich war bei einem solchen Drama mal dabei. Das Kind, ein 7jähriger, bekam den Hauptteil der Geschenke an Heilig Abend, wie aus Deutschland gewohnt. Am 6. Januar gab es daher von den Heiligen Drei Königen nur Kleinigkeiten. Dumm nur, dass in diesem Ort, die Geschenke öffentlich von den Drei Königen verteilt wurden (die Kinder durften sich vorher in der Schule aussuchen, von welchem König sie ihr Geschenk wollten). Alle anderen Kinder wurden X-Mal nach vorne gerufen, und haben Geschenke um Geschenke bekommen. Der kleine deutsche Junge bekam zwei Playstation-Spiele. Das er erst zwei Wochen vorher vom Weihnachtsmann (der glaubte mit sieben Jahren tatsächlich noch daran) reichlich bedacht worden war, hatte er natürlich schon vergessen. Es war ein Drama.
Posts mit dem Label Allgemein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Allgemein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 30. November 2014
Montag, 8. September 2014
Maria in Spanien
Ich werde diesen Artikel jetzt nicht belegen, dazu bin ich gerade zu faul und es geht auch mehr um Unterhaltung als um Wissenschaft :-)
Ich habe hier auf Gran Canaria eine Bekannte, weit über 40, die sich mir und anderen Bekannten mit einen Namen vorgestellt hat, wo ich immer schon gedacht habe: Das kann nicht sein, das die Frau wirklich so heißt. Geht nicht. Ich kenne nämlich keine Heilige mit so einem Namen.
Neulich verriet dann ihr Freund sie, und ich hatte Recht, ihr echter Name ist nämlich Maria del Pino nach der Virgen del Pino, der Inselheiligen von Gran Canaria.
Ich hielt diesen Hang zu Heiligennamen lange für einen Auswuchs in der Franco-Diktatur in Spanien, den ich habe irgendwo mal gelesen, dass es in Spanien unter dem Diktator eben verboten war, einen anderen Vornamen für sein Kind zu wählen, als den eben von guten katholischen Heiligen.
Irgendwann habe ich aber aus einem anderen Grund nach Vornamen recherchiert und fand dann tatsächlich einen Hinweis, dass das keine Diktatoren-Marotte alleine an sich war, sondern bei Katholiken vor Jahrhunderten weit verbreitet. So wurde 1566 ein Catechismus Romanus von den Katholiken herausgegeben, der empfahl Namen von Heiligen zu wählen.
Und da Maria eben sehr Beliebt ist, heißt gefühlt jeder zweite weibliche Erwachsene in Spanien Maria. Eben mit verschiedenen Zusätzen, schließlich hat die Jungfrau viele verschiedene Namen. Oft kommt es dann vor, dass nur der Zusatz als Name verwendet wird. So kenne ich eine Pilar, deren vollständiger Vorname eben Maria del Pilar ist. Etc.
Ich habe hier auf Gran Canaria eine Bekannte, weit über 40, die sich mir und anderen Bekannten mit einen Namen vorgestellt hat, wo ich immer schon gedacht habe: Das kann nicht sein, das die Frau wirklich so heißt. Geht nicht. Ich kenne nämlich keine Heilige mit so einem Namen.
Neulich verriet dann ihr Freund sie, und ich hatte Recht, ihr echter Name ist nämlich Maria del Pino nach der Virgen del Pino, der Inselheiligen von Gran Canaria.
Ich hielt diesen Hang zu Heiligennamen lange für einen Auswuchs in der Franco-Diktatur in Spanien, den ich habe irgendwo mal gelesen, dass es in Spanien unter dem Diktator eben verboten war, einen anderen Vornamen für sein Kind zu wählen, als den eben von guten katholischen Heiligen.
Irgendwann habe ich aber aus einem anderen Grund nach Vornamen recherchiert und fand dann tatsächlich einen Hinweis, dass das keine Diktatoren-Marotte alleine an sich war, sondern bei Katholiken vor Jahrhunderten weit verbreitet. So wurde 1566 ein Catechismus Romanus von den Katholiken herausgegeben, der empfahl Namen von Heiligen zu wählen.
Und da Maria eben sehr Beliebt ist, heißt gefühlt jeder zweite weibliche Erwachsene in Spanien Maria. Eben mit verschiedenen Zusätzen, schließlich hat die Jungfrau viele verschiedene Namen. Oft kommt es dann vor, dass nur der Zusatz als Name verwendet wird. So kenne ich eine Pilar, deren vollständiger Vorname eben Maria del Pilar ist. Etc.
Sonntag, 7. September 2014
Spanien ist anders ...
... klar, braucht man eigentlich weder erklären, noch wirklich Beispiele für geben. Andere Länder, andere Sitten heißt es ja auch so schön. Aber an einigen Stellen bin ich heute noch nach sieben Jahren auf Gran Canaria sehr verwundert, wie anders es manchmal ist. Und damit meine ich nicht die mañana-Mentalität. An die gewöhnt man sich schnell, auch wenn man immer noch oft drauf schimpft. Aber was solls, gibt schlimmeres als mal wieder versetzt zu werden.
In diesem Blog werde ich ab und an ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben so die eine oder andere kleine Besonderheit aus dem spanischen Alltag posten. Wer ansonsten mehr über das Leben auf Gran Canaria erfahren möchte, tut sich besser in meinem anderen Blog hier um: http://leben-auf-gran-canaria.blogspot.com
Und gleich folgt mein erster Beitrag zum Thema Spanien ist anders ...
In diesem Blog werde ich ab und an ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben so die eine oder andere kleine Besonderheit aus dem spanischen Alltag posten. Wer ansonsten mehr über das Leben auf Gran Canaria erfahren möchte, tut sich besser in meinem anderen Blog hier um: http://leben-auf-gran-canaria.blogspot.com
Und gleich folgt mein erster Beitrag zum Thema Spanien ist anders ...
Abonnieren
Posts (Atom)