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Samstag, 24. Januar 2015

Hunde verboten

In Spanien gibt es so den einen oder anderen Ort an dem Hunde nun wirklich ungern gesehen sind bzw. absolut verboten. In Restaurants haben Hunde im Gastraum nichts verloren, immerhin werden die Vierbeiner auf der Terrasse sehr häufig toleriert. Allerdings sollte man als Hundehalter immer auch im Kopf haben, dass es Menschen gibt, die panische Angst vor Hunden haben. Es wäre also auch auf einer Terrasse, auf der Hunde im Prinzip toleriert werden, nett Rücksicht zu nehmen. Das gilt auch für das eigene Benehmen im Umgang mit dem Hund. Nicht jeder Gast am Nachbartisch findet es sehr erbaulich, wenn neben ihm ein Hund vom Tisch gefüttert wird. Wer selbst keinen Hund hat und einen Gast mit Hund entdeckt, sollte immer vorher fragen, bevor er den fremden Hund füttert. Das gilt natürlich auch außerhalb Spaniens :-) Am Strand sind Hunde ebenfalls verboten. Außer es ist ein ausgewiesener Hundestrand. Aber die sind selten. Auf Gran Canaria gibt es genau einen solchen Hundestrand. Meist sind Hunde auch auf der Promenade verboten. Das kann aber je nach Gemeinde auch monatlich wechseln. Ein schönes Beispiel dafür ist die Stadt Las Palmas, wo in einem Jahr mehrfach bei der Promenade am Las Canteras Strand zwischen absolutem Hundeverbot und Hunde erlaubt gewechselt wurde. Aktuell sind Hunde dort auch wieder verboten. Hunde und Bus fahren geht gar nicht. Außer der Hund ist ein Assistenzhund. Die meisten Taxifahrer wollen ebenfalls keine Hunde an Bord, hier sollte man bei einer Bestellung vorher fragen. Verboten sind Hunde außerdem in Einkaufszentren, in Geschäften, in denen Lebensmittel verkauft werden, etc. Interessant wird es, wenn der Arbeitgeber selbst nichts gegen einen Hund hat, der Arbeitsplatz aber in einer Hundeverbotszone liegt. In diesem Fall sollte man mit der Verwaltung sprechen.

Freitag, 16. Januar 2015

Spanische Führerscheine haben Ablaufdatum

In Spanien haben Führerscheine ein Ablaufdatum. Alle zehn Jahre muss der Inhaber eines spanischen Führerscheins einen Gesundheitscheck (alle fünf Jahre wenn über 65) machen, um den Führerschein zu verlängern. Die alten deutschen Führerscheine sind aber unbegrenzt gültig. Und während die Spanier sich eben alle paar Jahre dem Gesundheitstest stellen mussten, fuhren die deutschen Residenten munter mit ihrem deutschen Lappen durch spanische Lande.

Das sei ungerecht. Und so gilt in Spanien eine neue Richtlinie. Wer einen Führerschein hat, der unbegrenzt gültig ist, kommt nun nicht mehr drumherum, zumindest wenn man länger als zwei Jahre bereits unter spanischer Sonne lebt. Die alten unbefristeten Führerscheine werden zwar nicht ungültig, aber man muss bis zum 19. Januar 2015 bei der Verkehrsbehörde vorstellig werden und den Führerschein registrieren lassen.

Residenten, die bereits einen Gesundheitscheck gemacht und ihren deutschen Führerschein bei den spanischen Behörden registrieren ließen, sind von der Neuregelung und dem Stichtag nicht betroffen.

Wer einen deutschen Führerschein mit Ablauffrist hat (diese wurden wohl nach dem 19. Januar 2013 ausgegeben), muss das Datum aber genau im Auge behalten. Denn die deutschen Führerscheine sind länger gültig, als die spanische Regelung das vorsieht. Die EU-Vorgabe sah eine maximal mögliche Frist von 15 Jahren vor und so lange sind die deutschen Lappen auch gültig. In Spanien sind es aber nur zehn bzw. fünf Jahre. Wer sich 2013 einen neuen deutschen Führerschein geholt hat, muss in Spanien bereits 2023 erneuern, in Deutschland eben erst 2028.

Wer mit einem abgelaufenen Führerschein erwischt wird, bzw. diesen nicht hat registrieren lassen, der wird mit 200 Euro Geldstrafe belegt.

Es gibt auch ein Merkblatt der deutschen Botschaft zum Thema: Merkblatt zum deutschen Führerschein in Spanien.

Die deutsche Auslandsvertretung empfiehlt im übrigen dauerhaft in Spanien wohnenden Deutschen den Umtausch eines deutschen Führerscheins in einen spanischen Führerschein.

Sonntag, 4. Januar 2015

Geschenke bringen in Spanien die Heiligen drei Könige

Weihnachten ist in Spanien noch längst nicht rum. Der Höhepunkt des Weihnachtsfest (zumindest für die Kinder) und vor allem der Abschluss des Festes ist der 6. Januar. 2015 ist es am Dienstag also so weit, spätestens dann bekommen die Kinder in Spanien ihre Geschenke.

Clevere Auswandererkinder kennen den 6. Januar und die Heiligen Drei Könige, Reyes Magos, spätestens ab dem zweiten Jahr und wollen dann vom Weihnachtsmann / Christkind und von einem der drei Könige Geschenke. Clevere Auswanderereltern halten dagegen und teilen die Geschenke eben auf zwei Mal auf :-)

Wobei ich vor einigen Jahren mal erlebt habe, wie das gründlich schief gegangen ist. Die Hauptgeschenke bekam der sechs Jahre alte deutsche Junge, der tatsächlich noch an Weihnachtsmann und Heilige drei Könige glaubte, an Heilig Abend. Die Geschenke von Los Reyes gab es in der Gemeinde dann für die jüngeren Kinder öffentlich. Alle spanischen Kinder wurden x-Mal nach vorne gerufen und sahnten richtig ab. Und er bekam nur ein Geschenk. Der Junge, der die reichlichen Gaben zu Weihnachten bereits erfolgreich verdrängt hatte, fing natürlich an zu heulen. Heilige drei Könige wurde zum Fest der Tränen.

Geschenke bringen in Spanien die Heiligen Drei Könige
Achso, der 6. Januar ist dann in Spanien auch ein landesweiter Feiertag. Die meisten Geschäfte sind dann auch zu.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Warten auf El Gordo

Am Montag werden in Spanien vormittags wohl die Straßen wieder etwas leeres sein. Entweder man sitzt dann vor dem Fernseher, gerne auch in einer Bar, oder lauscht im Radio der Ziehung der spanischen Weihnachtslotterie. Und alle warten dann auf den Dicken. Wir haben auch ein Los, aber wir werden die spanische Presse verfolgen, um die Gewinnzahlen zu erhalten. Denn die Ziehung ist sehr anstrengend. Kinder singen die Gewinnnummern vor und das in einem Tempo, das man spätestens nach fünf Minuten schwindlig gesungen ist.


Ab 9 Uhr morgen früh geht das Hoffen auf den Dicken los :-)

Mehr über die spanische Weihnachtslotterie und alle je gezogene Gewinnzahlen für den Dicken: Weihnachtslotterie El Gordo | El Gordo alle Glückszahlen

Google Doodle zum Winteranfang in Spanien

Während die Startseite der Google Suchmaschine für Deutschland heute nur vom üblichen Google Schriftzug geziert wird, sieht das bei Google Spanien ganz anders aus. Hier gibt es eine kleine Animation zum Winteranfang. Ganz putzig gemacht. Sogar ein Schneemann mit Schneeschaufel ist auf diesem Google Doodle zu sehen:

Aber ich freue mich schon auf den Frühling und vor allem auf den Sommer. Selbst auf Gran Canaria ist es heute ziemlich kühl. Oder wir sind verwöhnt :-)

Montag, 15. Dezember 2014

Spanien wird weniger

Die Bevölkerung von Spanien ist erneut durch Abwanderung geringer geworden. Im ersten Halbjahr 2014 waren es 206.492 Menschen, die Spanien verlassen haben. Darunter waren auch 42.685 Spanierinnen und Spanier, die im Ausland ihr Glück versuchen wollen. Zur gleichen Zeit zogen nur 156.066 Menschen aus dem Ausland nach Spanien.

Spanier, die auswandern, zog es im ersten Halbjahr vor allem nach Großbritannien, Frankreich aber auch nach Ecuador.

Am 1. Juli 2014 lebten insgesamt 46.464.053 Menschen in Spanien. Am 1. Juli 2013 waren es laut INE, dem spanischen Statistikamt, noch 46.609.652 Personen gewesen.

Google News Spanien wird abgeschaltet

Ab morgen wird sich Google Spanien von Google Deutschland unterscheiden, die Google News Seite für das Land wird abgeschaltet. Am 1. Januar 2015 tritt in Spanien ein neues Gesetz in Kraft, mit dem umgangssprachlich die Google Steuer eingeführt wird, eine Abgabe auf Links. Und da die Google News Seite nur aus Links mit ein wenig Textausschnitten und Bildern besteht, hat sich der Suchmaschinenriese entschlossen lieber den Dienst einzustellen, als Geld zu zahlen.

Das neue spanische Gesetz geht über das deutsche Leistungsschutzrecht hinaus. Es soll das Urheberrecht stärken.

Ich werde Google News Spanien vermissen. Gerade, wenn man sich im spanischen Zeitungswald nicht so auskennt, war das natürlich immer sehr praktisch, wenn man sich einfach nur schnell informieren wollte, ob etwas passiert ist. So muss ich nun nach einzelnen Zeitungen Ausschau halten, und dann wohl mehrere Stellen abklappern. Bis lang habe ich nur 20minutos.es/ auf dem Schirm.

Hier noch als Abschiedsgruß die Startseite von Google News Spanien vor wenigen Minuten:


Sonntag, 14. September 2014

Wenn die dritte Liga die vierte Liga ist, dann ist es Spanien

Fußball in Spanien ist eine sehr interessante Sache. Im deutschen Web gibt es auch vielfach Informationen über die erste spanische Liga und natürlich über Real Madrid und FC Barcelona. Über die zweite oder noch unterklassigere Ligen hört man sehr wenig.

Wobei das Ligasystem hier in Spanien schon ganz interessant ist.

Die erste spanische Liga ist die Primera Division, entspricht unserer 1. Bundesliga.

Die zweite spanische Liga ist die Segunda Division, entspricht unserer 2. Liga

und jetzt wird’s ungewöhnlich, vor allem, wenn man weiß, dass Segunda Zweite und Tercera Dritte heißt:

Die Segunda Division B ist die dritte spanische Liga, die im übrigen viergliedrig ausgespielt wird.
Ab und an findet man wegen dem B auch für die zweite spanische Liga die Bezeichnung Segunda Division A.

Die Tercera Division, korrekt übersetzt wäre das die dritte Liga, ist demnach die vierte Spielklasse. Diese ist gleich in 18 Gruppen aufgeteilt. Gruppe 12 ist die in der die Clubs der Kanarischen Inseln spielen. In dieser Gruppe spielt auch UD Vecindario mit.


In Spanien dürfen zweite Mannschaften der Erstligaclubs maximal in der Segunda Division A spielen, also zweitklassig. Derzeit spielt FC Barcelona B in der zweiten spanischen Liga, Real Madrid Castilla ist im Sommer 2014 in die dritte spanische Liga, die Segunda Division B abgestiegen. Hier spielt der Club in der Gruppe II mit den zweiten Mannschaften von Atletico Madrid, Getafe CF aber auch mit UD Las Palmas Atletico. 

Mittwoch, 10. September 2014

Reservekanister in Spanien

In spanischen Autos gibt es meist keinen Reservekanister. Das mitführen eines gefüllten Kanisters ist wohl auch nicht erlaubt, bei Verkehrskontrollen ist daher auch mit einer Geldbuße zu rechnen, sollte man mit einem gefüllten Reservekanister erwischt werden.

Angeblich gibt es an den Tankstellen spezielle Benzintüten. Für den Fall, das man mal ohne Sprit liegen bleibt und das Auto eben nicht mehr an der Tankstelle füllen kann. In der Praxis sah das einmal so aus: Man äußerste den Wunsch Benzin zum Mitnehmen zu erwerben. Der Tankstellenangestellte durchsuchte daraufhin die Mülleimer und fand eine leere PET-Flasche. Füllte diese mit Benzin und gab eben diese mit :-)

Und da wir gerade dabei sind: Abschleppen durch Privatfahrzeuge ist in Spanien verboten. Auch auf dem Dorf. Allerdings kostet die Grua, der Abschleppwagen, ziemlich wenig.

Montag, 8. September 2014

Deutsche haben nur einen Nachnamen :-)

Im Juli hatte unser Postbote Urlaub, statt dessen kam seine Urlaubsvertretung zu uns. Eine sehr nette Frau, die auch das eine oder andere Päckchen ablieferte, das aus Deutschland den Weg zu uns gefunden hatte.

Päckchen werden persönlich übergeben und müssen auch quittiert werden. Der Postbote bzw. die Postbotin muss außerdem ein Formular ausfüllen mit den Namen desjenigen, der es entgegen nimmt und natürlich der NIE.

Sie kam, nahm meine Daten auf, nur beim Nachnamen gab es Probleme. Sie erwartete natürlich zwei Nachnamen zu hören, wie in Spanien üblich. Ich erklärte ihr dann, dass Menschen in Deutschland eben nur einen Nachnamen haben. Fand sie etwas verwunderlich, aber das reichte dann aus.

Wobei das mit den zwei Nachnamen in Spanien auch ganz praktisch als Eselsbrücke ist. Gerade wenn man ein spanisches Formular vor sich hat und durcheinander kommt, wo den jetzt der Vorname und der Nachname hin kommen könnte. Nachname ist Apellido, falls man sich das aber nicht merken kann, muss man einfach nur gucken, welches Feld zweifach im Formular drin ist. Da kommt dann der einsame einzelne deutsche Vorname rein :-) Wobei ich online auch schon Formulare hatte, bei denen ich nicht weitergekommen bin, so sehr wünschte sich das Formular vor dem abschicken einen zweiten Nachnamen....

Die zwei Nachnamen setzen sich übrigens aus den Nachnamen der Eltern zusammen. Einen gibt es von der Mutter (deren zweiter Name fällt weg) und einen Nachnamen vom Vater (auch dessen zweiter Vorname fällt weg). Einen richtigen gemeinsamen Familien-Nachnamen gibt es nicht wirklich, nur die Kinder tragen eben (meist) den gleichen Doppelnamen.

Maria in Spanien

Ich werde diesen Artikel jetzt nicht belegen, dazu bin ich gerade zu faul und es geht auch mehr um Unterhaltung als um Wissenschaft :-)

Ich habe hier auf Gran Canaria eine Bekannte, weit über 40, die sich mir und anderen Bekannten mit einen Namen vorgestellt hat, wo ich immer schon gedacht habe: Das kann nicht sein, das die Frau wirklich so heißt. Geht nicht. Ich kenne nämlich keine Heilige mit so einem Namen.

Neulich verriet dann ihr Freund sie, und ich hatte Recht, ihr echter Name ist nämlich Maria del Pino nach der Virgen del Pino, der Inselheiligen von Gran Canaria.

Ich hielt diesen Hang zu Heiligennamen lange für einen Auswuchs in der Franco-Diktatur in Spanien, den ich habe irgendwo mal gelesen, dass es in Spanien unter dem Diktator eben verboten war, einen anderen Vornamen für sein Kind zu wählen, als den eben von guten katholischen Heiligen.

Irgendwann habe ich aber aus einem anderen Grund nach Vornamen recherchiert und fand dann tatsächlich einen Hinweis, dass das keine Diktatoren-Marotte alleine an sich war, sondern bei Katholiken vor Jahrhunderten weit verbreitet. So wurde 1566 ein Catechismus Romanus von den Katholiken herausgegeben, der empfahl Namen von Heiligen zu wählen.

Und da Maria eben sehr Beliebt ist, heißt gefühlt jeder zweite weibliche Erwachsene in Spanien Maria. Eben mit verschiedenen Zusätzen, schließlich hat die Jungfrau viele verschiedene Namen. Oft kommt es dann vor, dass nur der Zusatz als Name verwendet wird. So kenne ich eine Pilar, deren vollständiger Vorname eben Maria del Pilar ist. Etc.

Sonntag, 7. September 2014

Spanien ist anders ...

... klar, braucht man eigentlich weder erklären, noch wirklich Beispiele für geben. Andere Länder, andere Sitten heißt es ja auch so schön. Aber an einigen Stellen bin ich heute noch nach sieben Jahren auf Gran Canaria sehr verwundert, wie anders es manchmal ist. Und damit meine ich nicht die mañana-Mentalität. An die gewöhnt man sich schnell, auch wenn man immer noch oft drauf schimpft. Aber was solls, gibt schlimmeres als mal wieder versetzt zu werden.

In diesem Blog werde ich ab und an ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben so die eine oder andere kleine Besonderheit aus dem spanischen Alltag posten. Wer ansonsten mehr über das Leben auf Gran Canaria erfahren möchte, tut sich besser in meinem anderen Blog hier um: http://leben-auf-gran-canaria.blogspot.com

Und gleich folgt mein erster Beitrag zum Thema Spanien ist anders ...